Tiere · ab 5 Jahren · 7 Minuten
Die kleine Katze und die große Stadt
Katze Momo lebte in einem ruhigen Hinterhof. Von der Mauer aus konnte sie die große Stadt sehen: Busse, Lichter, Fahrräder und viele Menschen.
Katze Momo lebte in einem ruhigen Hinterhof. Von der Mauer aus konnte sie die große Stadt sehen: Busse, Lichter, Fahrräder und viele Menschen.
Eines Nachmittags schlüpfte Momo durch ein offenes Tor. Sie wollte nur kurz schauen. Doch hinter der nächsten Ecke sah alles anders aus. Dann kam noch eine Ecke. Und noch eine.
Als es dunkel wurde, wusste Momo nicht mehr, wo ihr Hof war. Sie setzte sich unter eine Bank. Zum ersten Mal war die Stadt nicht spannend, sondern riesig.
Eine alte Stadttaube namens Rosa landete neben ihr. „Verlaufen?“ Momo wollte erst Nein sagen, nickte dann aber.
Rosa kannte die Dächer und Plätze. Gemeinsam suchten sie nach Dingen, die Momo wiedererkannte: den Turm mit der grünen Uhr, die Bäckerei, die nach Zimt roch, und schließlich den Baum mit den roten Bändern.
Von dort fand Momo ihren Hinterhof wieder. Ihre Familie wartete bereits. Momo kuschelte sich an ihre Mutter und erzählte alles.
Am nächsten Tag ging sie erneut hinaus – diesmal mit Rosa und mit einem Plan. Sie lernte, dass neugierig sein wunderbar war und dass es genauso klug war, den Rückweg zu kennen.
Abends hörte Momo die Stadt leise brummen. Sie war immer noch groß. Aber jetzt fühlte sie sich nicht mehr ganz so fremd an.
Gute Nacht.
Kleine Frage zum Einschlafen
Woran würdest du deinen Weg nach Hause wiedererkennen?