Tiere · ab 5 Jahren · 7 Minuten

Die Nacht der tausend Laternen

Im Dorf Lichtental stellte jede Familie einmal im Jahr eine Laterne vor die Tür. Wenn alle gleichzeitig brannten, sah die Straße aus wie ein Fluss aus Sternen.

Im Dorf Lichtental stellte jede Familie einmal im Jahr eine Laterne vor die Tür. Wenn alle gleichzeitig brannten, sah die Straße aus wie ein Fluss aus Sternen.

Dieses Jahr hatte die kleine Nia ihre Laterne selbst gebaut. Sie war schief, an einer Seite klebte zu viel Papier, und ein Stern war falsch herum.

Als Nia die perfekten Laternen der anderen sah, wollte sie ihre verstecken. Da kam ein starker Windstoß. Viele Lichter gingen aus.

Nias Laterne blieb an, weil sie ihr Licht tief in ein Glas gestellt hatte. Sie nahm die kleine Flamme und half, die Laterne ihrer Nachbarin wieder anzuzünden.

Von dort wanderte das Licht weiter. Eine Laterne entzündete die nächste. Bald leuchtete die ganze Straße wieder.

„Deine Laterne war heute die wichtigste“, sagte der Bürgermeister. Nia betrachtete ihr schiefes Papier. Sie war immer noch nicht perfekt. Aber sie hatte etwas weitergegeben.

Später stellte Nia ihre Laterne ans Fenster. Von dort konnte sie sehen, wie überall im Dorf kleine Lichter brannten.

Sie kuschelte sich ins Bett und dachte: Ein Licht muss nicht das schönste sein. Es muss nur hell genug sein, damit jemand anderes seines wiederfindet.

Gute Nacht.

Kleine Frage zum Einschlafen

Wie würde deine eigene Laterne aussehen?

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